Abgehört auf spiegel.de

Spiegel Online zeigt sich von "Tempest" begeistert: "... Zeitungsseite um Zeitungsseite wurde schon wieder vollgeschrieben über dieses gelungene, sehr entspannte Spätwerk, als wenn nicht auch die letzten drei Spätwerke schon sehr entspannt (gelungen sowieso) gewesen wären. Aber ach, die biblischen Bilder! (Gab es die nicht schon auf "Slow Train Coming" und "Saved"?), die Shakespeare-Hinweise! (War der nicht schon 1966 zusammen mit Dylan "stuck inside of Mobile with the Memphis Blues"?) Ein religiöses Album habe er machen wollen, sagte Dylan dem US-"Rolling Stone", aber ihm habe die Zeit gefehlt. Der Fuchs! Religiöser als auf "Tempest" geht es kaum, und mit über einer Stunde Spielzeit gehört es zu den längsten Dylan-Alben aller Zeiten. Keine Zeit, pah! Die Kargheit des Plattencovers (keine Texte, keine Liner Notes) spottet zudem den geschraubten Ausarbeitungen der Dylanologen, als wollte er sagen: Hier gibt's doch nichts zu Erklären, hört doch einfach mal zu, verdammt! Lasst Euch auf die Musik ein! Die ist es nämlich, die von Dylan auf "Tempest" noch einmal mit aller Inbrunst seiner geschundenen Stimme zelebriert wird, im launigen Depressions-Swing "Duquesne Whistle" ebenso wie im muskulösen Stones-Zitat "Pay In Blood" oder im "Mannish Boy"-Riff von "Early Roman Kings". ..."

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